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DSGVO & Impressum: Was Ihre Website in Österreich wirklich braucht

Welche rechtlichen Pflichtangaben braucht eine Website in Österreich? Impressum, Datenschutz, Cookie-Banner – eine klare Übersicht für Selbstständige.

Team Half99 22. Mai 2026 3 min Lesezeit

Sie haben eine Website – oder planen eine. Dann haben Sie sich sicher gefragt: Brauche ich wirklich ein Impressum? Muss ich einen Cookie-Banner einbauen? Was ist eigentlich DSGVO?

Hier sind die Antworten – klar, ohne Juristendeutsch.

Hinweis: Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen empfehlen wir einen Rechtsanwalt oder die Wirtschaftskammer Österreich (WKO).

Das Impressum: Pflicht für jede Unternehmenswebsite

In Österreich regeln das E-Commerce-Gesetz (ECG) und das Unternehmensgesetzbuch (UGB), was auf einer Unternehmenswebsite stehen muss. Die Regeln gelten für alle, die eine Website für geschäftliche Zwecke betreiben – also auch für Selbstständige und Einzelunternehmen.

Was muss im Impressum stehen?

  • Vollständiger Name (bei Einzelunternehmen: Ihr bürgerlicher Name)
  • Anschrift (kein Postfach – eine echte Adresse)
  • Kontaktmöglichkeit (E-Mail-Adresse oder Telefonnummer)
  • Rechtsform und Firmenbuchnummer (bei GmbH, OG, KG etc.)
  • UID-Nummer (falls vorhanden und umsatzsteuerpflichtig)
  • Zuständige Behörde (z.B. Magistratisches Bezirksamt Wien)
  • Kammermitgliedschaft (falls zutreffend, z.B. WKO)
  • Berufsbezeichnung und Berufsrecht (bei reglementierten Berufen wie Ärzten oder Rechtsanwälten)

Das Impressum muss von jeder Seite Ihrer Website erreichbar sein – üblicherweise über einen Link im Footer.

Was kostet ein fehlendes Impressum?

Abmahnungen durch Mitbewerber oder Abmahnanwälte können teuer werden. Bußgelder bis zu €2.000 sind möglich. Das lohnt sich nicht – ein Impressum ist in 15 Minuten erstellt.

Die Datenschutzerklärung: DSGVO in der Praxis

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt seit 2018 in der gesamten EU – auch in Österreich. Sie legt fest, wie personenbezogene Daten erhoben, gespeichert und verarbeitet werden dürfen.

Wann brauchen Sie eine Datenschutzerklärung? Immer, wenn Ihre Website personenbezogene Daten verarbeitet. Das betrifft:

  • Kontaktformulare (Name, E-Mail-Adresse)
  • Google Analytics oder andere Tracking-Tools
  • Social-Media-Buttons (Facebook, Instagram)
  • Newsletter-Anmeldungen
  • Buchungssysteme

Kurz: fast jede Unternehmenswebsite.

Was muss die Datenschutzerklärung enthalten?

  • Wer ist für die Daten verantwortlich? (Name, Adresse)
  • Welche Daten werden erhoben und warum?
  • Wie lange werden Daten gespeichert?
  • An wen werden Daten weitergegeben? (z.B. Google, E-Mail-Anbieter)
  • Welche Rechte haben Nutzer? (Auskunft, Löschung, Widerspruch)
  • Kontaktdaten des Verantwortlichen

Die Datenschutzerklärung muss – wie das Impressum – von jeder Seite erreichbar sein.

Das ist die häufigste Frage. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an.

Cookie-Banner sind nur dann erforderlich, wenn Sie nicht technisch notwendige Cookies einsetzen – also Tracking- und Marketing-Cookies wie Google Analytics, Facebook Pixel oder Werbenetze.

Technisch notwendige Cookies (z.B. für Login-Sessions oder Sicherheitsfunktionen) benötigen keine Einwilligung.

Wenn Ihre Website nur ein Kontaktformular hat und kein Tracking, brauchen Sie streng genommen keinen Cookie-Banner. Trotzdem empfehlen Datenschutzexperten einen, sobald Sie externe Dienste einbinden – besser auf der sicheren Seite.

Wichtig: Ein Cookie-Banner, der standardmäßig auf “Alle akzeptieren” gesetzt ist, ist illegal. Nutzer müssen aktiv zustimmen können.

Die Strafen – warum das ernst zu nehmen ist

Die österreichische Datenschutzbehörde (DSB) verhängt Bußgelder bei DSGVO-Verstößen. Die gesetzliche Skala ist weit:

  • Kleinere Verstöße: bis zu €10 Millionen oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes
  • Schwere Verstöße: bis zu €20 Millionen oder 4 % des Jahresumsatzes

In der Praxis sind die Strafen für kleine Unternehmen deutlich geringer – aber Abmahnungen durch Mitbewerber und Anwälte sind in Österreich eine Realität.

  • Impressum vorhanden und vollständig (Name, Adresse, E-Mail, UID)
  • Impressum von jeder Seite erreichbar (Footer-Link)
  • Datenschutzerklärung vorhanden
  • Datenschutzerklärung listet alle eingesetzten Tools (Analytics, Formulare)
  • Cookie-Banner, wenn Tracking-Cookies eingesetzt werden
  • Keine vorausgewählten “Zustimmen”-Checkboxen
  • HTTPS – die gesamte Website wird verschlüsselt übertragen
  • Kontaktformular-Daten nur so lange gespeichert wie nötig

Das Fazit

DSGVO und Impressum klingen kompliziert – sind es aber nicht, wenn Sie wissen, was gefragt ist. Die wichtigsten Punkte lassen sich in einer Stunde erledigen.

Das Risiko, es zu ignorieren, ist real: Abmahnungen, Bußgelder und – noch schädlicher – Vertrauensverlust bei Kunden, die sehen, dass Ihre Website nicht rechtskonform ist.

Bei Half99 bauen wir Websites, die von Anfang an rechtlich korrekt aufgebaut sind. Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Lösung – alles dabei. Kostenlose Beratung anfragen

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